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Anwendungen von Granit im Bauwesen und Landschaftsbau

Granit ist ein fester natürlicher magmatischer Stein. Er besteht überwiegend aus Quarz, Feldspäten und dunklen Mineralen, was ihm hohe Härte, Abriebfestigkeit und gute Dauerhaftigkeit im Außenbereich verleiht. Dadurch gehört Granit zu den meistgenutzten Natursteinen im Bauwesen, Innenausbau und Landschaftsbau.

Eigenschaften von Granit

Granit wird wegen Festigkeit, Dichte, Frostbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit und markanter Optik geschätzt. Die Farbe hängt von der mineralischen Zusammensetzung ab und kann grau, rosa, rot, schwarz, grünlich oder gemischt sein. Bei richtiger Auswahl und Verarbeitung eignet sich Granit für Außen- und Innenarbeiten.

Granit unterscheidet sich je nach Sorte in Porosität, Wasseraufnahme, Radioaktivitätsklasse, Abriebfestigkeit und Dekorwirkung. Für Fassaden, Pflaster, Arbeitsplatten und Straßenelemente gelten unterschiedliche Anforderungen, deshalb wird der Stein passend zur Aufgabe gewählt.

Wo Granit verwendet wird

  • Fassaden- und Sockelverkleidung. Granitplatten dienen zur Außenverkleidung von Gebäuden, Bauwerken, Brücken, Eingängen, Treppen und Sockeln.
  • Pflaster und Gehwege. Platten, Pflastersteine und Spaltsteine werden auf Plätzen, Wegen, Fußgängerzonen und hoch belasteten Flächen eingesetzt.
  • Bordsteine und Straßenelemente. Granitbordsteine trennen Fahrbahn und Gehweg, widerstehen mechanischer Belastung und halten oft länger als viele Betonprodukte.
  • Innenausbau. Aus Granit entstehen Fensterbänke, Stufen, Böden, Wandverkleidungen, Kaminverkleidungen, Arbeitsplatten, Elemente für Küchen und Bäder, Säulen und Dekorpaneele.
  • Denkmäler und Skulptur. Der Stein lässt sich gut polieren, behält lange seine Form und eignet sich für Monumente, Gedenkplatten und künstlerische Arbeiten.
  • Schotter und Zuschlagstoffe. Gebrochener Granit wird im Straßenbau, Beton, Asphalt, in Tragschichten und Drainageschichten verwendet.

Granit im Landschaftsbau

Im Außenraum nutzt man Granit für Stufen, Stützmauern, Pflanzgefäße, Bänke, Brunnen, Bögen, Zäune, Säulen, künstliche Teiche, Findlinge, Wege und Plätze. Natürliche Farbe und Textur lassen sich gut mit Pflanzen, Wasser, Metall und Holz kombinieren.

Für Außenflächen sollte die Oberflächenstruktur mit Blick auf Rutschhemmung gewählt werden. Polierter Granit sieht hochwertig aus, kann auf nassen Stufen und Flächen aber gefährlich sein. Für begehbare Bereiche sind geflammte, gesägte, gestockte oder gespaltene Oberflächen oft praktischer.

Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Bei der Auswahl zählen Einsatzzweck, Plattendicke, Oberflächenbearbeitung, Frostbeständigkeit, Wasseraufnahme, Abriebfestigkeit, Farbhomogenität und Montagebedingungen. Im Außenbereich sind Untergrundqualität, richtige Fugen, Entwässerung und Widerstand gegen Frost-Tau-Wechsel besonders wichtig.

Wenn Granitschotter oder Massenberechnungen benötigt werden, siehe die verwandten Artikel zum Gewicht von Schotter und zum spezifischen Gewicht von Granit.

Häufige Fragen

Wo wird Granit am häufigsten verwendet?

Granit wird für Fassaden- und Sockelverkleidungen, Pflaster, Bordsteine, Stufen, Fensterbänke, Arbeitsplatten, Denkmäler, Skulpturen, Schotter und Landschaftselemente verwendet.

Warum wird Granit im Außenbereich eingesetzt?

Granit ist fest, dicht und widersteht Abrieb, Niederschlägen und Temperaturschwankungen. Für Außenbereiche sind neben der Steinsorte auch Oberflächenbearbeitung, Untergrund, Fugen und Entwässerung wichtig.

Welche Granitoberfläche eignet sich besser für Stufen und Wege?

Für begehbare Bereiche sind geflammte, gesägte, gestockte oder gespaltene Oberflächen meist praktischer. Polierter Granit wirkt hochwertig, kann auf nassen Stufen und Flächen aber rutschig sein.