Spezifisches Gewicht von Molybdän, Eigenschaften, Anwendung und Wertetabelle
Molybdän ist ein chemisches Element im Periodensystem mit der Ordnungszahl 42. Es handelt sich um ein graues Metall mit silbrigem Schimmer. Sein Anteil in der Erdkruste erreicht 0,001 Prozent. In freiem Zustand kommt dieses Material in der Natur nicht vor; es ist hauptsächlich Bestandteil von Mineralien.
Tabelle des spezifischen Gewichts von Molybdän
Das Gewicht von Molybdän hängt von einem Parameter wie dem spezifischen Gewicht ab. Da dieses Material komplex ist, lässt sich das spezifische Gewicht von Molybdän unter Feldbedingungen nicht berechnen. Dieses Verfahren wird in speziellen chemischen Laboratorien durchgeführt. Für reines Molybdän beträgt die Referenzdichte etwa 10,28 g/cm³, also rund 10 280 kg/m³. Pulver, Legierungen und poröse Produkte können eine andere Schütt- oder Durchschnittsdichte haben.
Zur Erleichterung der Berechnung der Gewichtskennwerte von Molybdän und seines spezifischen Gewichts ist unten eine Tabelle mit diesen Werten sowie mit Umrechnungen für verschiedene Maßeinheiten dargestellt.
| Material | Spezifisches Gewicht (g/cm³) | Gewicht von 1 m³ (kg) |
| Molybdän | Etwa 10,28 | Etwa 10280 |
Eigenschaften von Molybdän
Da dieses Material zur Gruppe der hochschmelzenden Metalle gehört, gilt Molybdän als Übergangselement. Es besitzt eine hohe Härte, lässt sich aber leicht polieren. Bei hohen Temperaturen kann es geschweißt und geschmiedet werden. Die Schmelztemperatur liegt im Bereich von 2610 bis 2630 °C, während es erst bei einer Temperatur von etwa 4639 °C siedet.
Zu den wichtigsten Eigenschaften dieser Materialart gehören:
- Hohe elastische Eigenschaften
- Ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
- Niedriger Wärmeausdehnungskoeffizient
- Kleiner Einfangquerschnitt für thermische Neutronen
- Gute elektrische Leitfähigkeit. Sie ist höher als bei Eisen, Platin und Nickel, aber niedriger als bei Kupfer.
- Gute mechanische Festigkeit. In diesem Parameter ist Molybdän Wolfram etwas unterlegen, lässt sich jedoch leichter durch Druckumformung bearbeiten.
- Ausgezeichnete Warmfestigkeit dank der hohen Schmelztemperatur
- Dank seiner Dichte von 10280 kg/m³ besitzt Molybdän eine hohe spezifische Festigkeit
- Gute Korrosionsbeständigkeit in vielen Medien; die tatsächliche Beständigkeit hängt von Temperatur, Reagenzkonzentration und Oberflächenzustand ab
All diese Eigenschaften machen Molybdän zu einem ausgezeichneten Material für bestimmte Arbeitsbereiche. Es hat jedoch auch einige Nachteile, nämlich:
- Geringe Zunderbeständigkeit
- Schweißnähte, bei denen dieses Material verwendet wurde, weisen eine hohe Sprödigkeit auf
- Bei niedrigen Temperaturbedingungen besitzt Molybdän eine geringe Plastizität
- Diese Materialart kann durch Kaltverfestigung nur bis zum Bereich von 700 bis 800 °C gehärtet werden. Bei höheren Temperaturen kommt es durch Erholung zur Entfestigung.
Anwendung von Molybdän
Molybdän wird häufig als Legierungszusatz für verschiedene Legierungen verwendet. Dieses Material bewährt sich sehr gut bei der Herstellung von Ausrüstung für den Einsatz in aggressiven Medien, einschließlich Vakuum bei Temperaturen bis zu 1800 °C. Daher wird es häufig zur Herstellung von Teilen für Raketendüsen, in Kernkraftreaktoren sowie in Elektrovakuumgeräten verwendet.
Molybdän wird außerdem in Bauteilen der Luft- und Raketentechnik eingesetzt, wenn Warmfestigkeit, Hitzeschutz und Festigkeitserhalt bei hohen Temperaturen wichtig sind. Unter solchen Bedingungen gehört es zu den wichtigen hochschmelzenden Werkstoffen, die Auswahl hängt jedoch immer von Temperatur, Medium, Belastung und Anforderungen des konkreten Bauteils ab.
Häufige Fragen
Wie viel wiegt 1 m³ Molybdän?
Bei etwa 10,28 g/cm³ wiegt ein Kubikmeter ungefähr 10 280 kg.
Warum gilt es als hochschmelzend?
Es hat einen hohen Schmelzpunkt und gute Wärmebeständigkeit, daher eignet es sich für warmfeste Legierungen und Hochtemperaturteile.
Wie berechnet man ein Teil?
Volumen mit der Dichte von Molybdän oder der konkreten Legierung multiplizieren. Für Legierungen Datenblatt nutzen.