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Spezifisches Gewicht von Quecksilber: Gewicht von 1 Liter und 1 m3

Quecksilber ist jedem seit der Kindheit als gefaehrlicher und geheimnisvoller Stoff im Thermometer bekannt. Im Physikunterricht brachte die Frage des Lehrers, “in welcher Fluessigkeit sinkt eine Axt nicht?”, viele ins Stocken. Alles stellte sich als viel einfacher heraus: Bei Raumtemperatur befindet sich Quecksilber im fluessigen Zustand, und seine Dichte ist so hoch, dass schwere und feste Metalle wie Blei, Eisen, Kupfer und andere darin leicht schwimmen. Das spezifische Gewicht von Quecksilber bei 20 Grad Celsius betraegt 13 546 kg/m3 und nimmt bei steigender Temperatur ab, das heisst seine Dichte verringert sich ungefaehr um 1 % je 50 Grad.

Seinen Namen Hydrargyrum erhielt Quecksilber wegen seiner silbrigen Fliessfaehigkeit, also Wasser und Silber. Die russische Bezeichnung stammt von einem urslawischen Wort mit der Bedeutung “rollen”.

Tabelle des spezifischen Gewichts von Quecksilber bei verschiedenen Temperaturen und konstantem Druck

t, Grad CDichte, g/cm3Spezifisches Gewicht, kg/m3kg in 1 Liter
013,59513 59513,595
1013,57013 57013,570
5013,47213 47213,472
10013,35113 35113,351
15013,23113 23113,231
20013,11213 11213,112
30012,87312 87312,873

Bei Abkuehlung auf -39 Grad Celsius aendert Quecksilber seinen Aggregatzustand und wird zu einem festen Stoff mit deutlich ausgepraegten metallischen Eigenschaften. Die Zugehoerigkeit von Hg zu den Metallen wurde erstmals 1759 von Lomonossow und Braun nachgewiesen, obwohl der Stoff der Menschheit schon sehr lange bekannt war. Bereits die alten Griechen verwendeten Quecksilber geschickt und kannten seine giftige Wirkung. Alchemisten nutzten Quecksilber lange Zeit in Experimenten in der Hoffnung, Gold herzustellen.

Wo kommt es vor?

Quecksilber ist in der Natur nur wenig verbreitet. Sein Gehalt in der Erdkruste betraegt nicht mehr als 83 mg/t. Die Konzentration von Quecksilbererzen ist jedoch recht hoch, da dieses Element sich ziemlich leicht mit anderen Stoffen verbindet. Die reichsten Erze enthalten bis zu 2,5 % Quecksilber. Dabei handelt es sich um natuerlichen Zinnober, ein Mineral mit leuchtend roten Flecken, die auf der Bruchflaeche infolge oxidativer Prozesse allmaehlich mit einer leichten Anlauffarbe bedeckt werden. Sehr selten kommt gediegenes Quecksilber in Form von Tropfen auf Gestein vor.

Wirkung auf den menschlichen Organismus

Quecksilber gilt als giftiger Stoff, und das ist richtig. Die toxische Wirkung zeigt sich jedoch nicht sofort und fuehrt nicht zu einem unmittelbaren toedlichen Ausgang.

Bei laengerem Hautkontakt mit Quecksilber koennen Verbrennungen und Roetungen der Epidermis auftreten. Doch die oberflaechliche Einwirkung ist nicht so gefaehrlich, denn Quecksilber wurde sogar bei der Seifenherstellung verwendet. Waschmittel mit Quecksilber koennen allergische Reaktionen und trockene Haut verursachen. Die Gefahr des fluessigen Metalls liegt in seinen Daempfen. Selbst bei Raumtemperatur verdampft Quecksilber schnell, und seine Daempfe sind giftig. Gelangen sie ueber die Atemwege in den Koerper, reizen sie stark die Schleimhaeute, erschweren das Atmen und fuehren im Blut zu einer toxischen Vergiftung, die von Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Aggressivitaet, Zittern der Haende, dauerhafter Schlaflosigkeit und anderen Komplikationen begleitet sein kann.

Häufige Fragen

Kann die Dichte von Quecksilber für genaue Berechnungen verwendet werden?

Die Werte für Dichte und Gewicht von Quecksilber in diesem Artikel sind Referenzwerte. Sie eignen sich für vorläufige Schätzungen, aber Planung, Bau, Produktion und andere verantwortliche Berechnungen sollten anhand von Normen, Materialdatenblättern oder Messergebnissen geprüft werden.

Warum kann das tatsächliche Gewicht von Quecksilber von der Tabelle abweichen?

Das tatsächliche Gewicht von Quecksilber hängt von Zusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Porosität, Korngröße, Materialqualität und Messbedingungen ab. Deshalb können reale Werte von den gemittelten Tabellendaten abweichen.

Wie berechnet man die Masse von Quecksilber anhand der Dichte?

Für eine ungefähre Berechnung gilt die Formel: Masse = Dichte × Volumen. Wenn die Dichte von Quecksilber in kg/m³ und das Volumen in m³ angegeben ist, ergibt sich das Ergebnis in Kilogramm.