Gewicht von Zinn, spezifisches Gewicht von Zinn und Eigenschaften
Zinn ist ein silbrig-weißes Metall mit guter Plastizität, Schmiedbarkeit und einem vergleichsweise niedrigen Schmelzpunkt. In Alltag und Industrie wird es wegen seiner Korrosionsbeständigkeit, seiner Fähigkeit zur Legierungsbildung sowie seiner Eignung zum Verzinnen, Löten und für Schutzbeschichtungen geschätzt. Die wichtigsten physikalischen Eigenschaften von Zinn sind in der Tabelle angegeben.
| Physikalische Eigenschaft | Wert | Einheit |
| Dichte / spezifisches Gewicht von Zinn | 7,28 | g/cm³ |
| Gewicht von 1 m³ Zinn | 7280 | kg |
| Schmelzpunkt | 232 | °C |
| Siedepunkt | 2602 | °C |
| Wärmeleitfähigkeit | etwa 66 | W/(m·K) |
| Lineare Wärmeausdehnung | etwa 0,000021 | 1/°C |
| Relative Dehnung | bis 80 | % |
Eine wichtige Besonderheit von Zinn ist seine Fähigkeit, bei niedriger Temperatur von der weißen metallischen Form in graues Zinn überzugehen. Diese Umwandlung kann unterhalb von 13,2 °C auftreten und geht mit einer Änderung der Materialstruktur einher. Weißes Zinn ist ein Metall, während graues Zinn andere Eigenschaften und eine deutlich geringere Dichte besitzt.
Zinn schmilzt bei einer vergleichsweise niedrigen Temperatur und eignet sich daher gut zum Löten und Beschichten. Seine Wärmeleitfähigkeit ist niedriger als die vieler verbreiteter Metalle. Bei der Bearbeitung und beim Stanzen von Zinnteilen müssen Weichheit, Plastizität und merkliche Wärmeausdehnung berücksichtigt werden. Durch seine Schmiedbarkeit kann Zinn zu dünnen Blechen und Folien ausgewalzt werden.
Wechselwirkung von Zinn mit anderen Stoffen
Bei der Wechselwirkung mit anderen Metallen kann Zinn Legierungen bilden. Solche Legierungen werden in der Industrie, beim Löten, in Schutzbeschichtungen und bei der Herstellung technischer Produkte breit eingesetzt.
Der Einfluss einiger Stoffe und Umgebungen auf Zinn:
| Stoff oder Umgebung | Einfluss |
| Luft | Unter normalen Bedingungen ist Zinn durch eine schützende Oxidschicht stabil. |
| Verdünnte Säuren | Lösen Zinn langsam; die Geschwindigkeit hängt von Säurezusammensetzung und Temperatur ab. |
| Konzentrierte Schwefelsäure | Kann Zinn schneller lösen, besonders bei Erwärmung. |
| Salpetersäure | Oxidiert Zinn und bildet Zinnverbindungen, darunter Metazinnsäure. |
| Wasser und Salzlösungen | Zinn ist meist recht beständig, aber lange Einwirkung aggressiver Medien kann Korrosion verursachen. |
Zinn wird in der technischen Produktion breit eingesetzt. Es dient zum Verzinnen von Eisen- und Kupferprodukten, zur Herstellung korrosionsbeständiger Beschichtungen, von Loten und elektrotechnischen Bauteilen. Wegen der relativen chemischen Beständigkeit und geringen Toxizität von metallischem Zinn wird es auch in Beschichtungen für Lebensmittelbehälter und einige Rohrleitungssysteme verwendet.
Häufige Fragen
Wie viel wiegt 1 m³ Zinn?
Nach der Tabelle wiegt 1 m³ Zinn etwa 7280 kg. Das ist ein Referenzwert für metallisches Zinn; das tatsächliche Gewicht kann je nach Reinheit, Temperatur und Materialzustand leicht abweichen.
Warum kann die Dichte von Zinn je nach Quelle leicht unterschiedlich sein?
In Nachschlagewerken werden meist Werte von etwa 7,28-7,31 g/cm³ angegeben. Die Abweichung hängt mit Rundung, Messtemperatur, Reinheit der Probe und den verschiedenen allotropen Formen von Zinn zusammen.
Kann man das spezifische Gewicht von Zinn aus der Tabelle für genaue Berechnungen verwenden?
Für eine vorläufige Abschätzung von Masse oder Volumen reicht die Tabelle aus. Für technische Berechnungen, Fertigung und Einkauf sollte man das Datenblatt der konkreten Zinnsorte oder Lieferantendaten verwenden.