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Wo wird Schotter abgebaut? Gewinnung und Herstellung von Schotter

Schotter ist einer der am häufigsten verwendeten Baustoffe. Seine Beliebtheit hängt damit zusammen, dass er in vielen Bereichen des Alltags und des Bauwesens eingesetzt wird. Man verwendet ihn beim Bau von Fundamenten, beim Straßenbau, beim Anlegen von Entwässerungssystemen auf Grundstücken und sogar in der Landschaftsgestaltung.

Dieser Artikel ist für alle nützlich, die verstehen möchten, woher Schotter kommt und welche Schritte das Material durchläuft, bevor es auf eine Baustelle geliefert wird.

Gewinnung von Schotter

Wo wird Schotter also abgebaut, wie gelangt er auf Baustellen und wie wird er hergestellt? Zunächst ist wichtig: Schotter wird in Steinbrüchen gewonnen. In vielen Regionen gibt es große Granitvorkommen, deshalb gibt es auch viele Steinbrüche, und Schotter bleibt ein verfügbarer Baustoff. Er wird sowohl in großen Mengen für industrielle Zwecke als auch in kleineren Mengen für private Bau- und Gestaltungsarbeiten gekauft.

Gehen wir direkt zum Abbauprozess über. Der erste Schritt sind Sprengarbeiten. Mit ihrer Hilfe wird das Gestein aus dem Felsverband gelöst. Besonders wichtig ist eine sorgfältige Vorbereitung vor der Sprengung. Dazu gehören Bohrarbeiten und das Einbringen des Sprengstoffs. Während der Sprengung wird die Arbeit im Steinbruch unterbrochen, das gesamte Personal muss sich außerhalb der Sprengzone befinden und die Sicherheitsvorschriften einhalten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass alle Arbeiten im Steinbruch, einschließlich der Sprengarbeiten, ausschließlich von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden.

Der nächste Schritt ist das Zerkleinern großer Felsblöcke mit einem Hydraulikhammer, damit die Masse anschließend in Muldenkipper verladen werden kann. Erst danach wird der Stein zur Produktionslinie transportiert.

Herstellung von Schotter

Danach gelangt das Material in einen Annahmebunker, in den der angelieferte Stein entladen wird. Anschließend wird er in speziellen Brechern zerkleinert. Genau dort entsteht Schotter verschiedener Fraktionen. Eine Fraktion ist die Korngröße des Schotters. Es gibt Hauptfraktionen und Nebenfraktionen. Eine der gefragtesten Fraktionen ist 5-20 mm. Sie wird beim Bau von Straßen und Gebäuden verwendet, weil sie sich gut für Beton- und Straßenbaumischungen eignet. Auch Brecher gibt es in verschiedenen Ausführungen: Backenbrecher, Kegelbrecher, Prallbrecher, Hammerbrecher und Walzenbrecher. Diese Typen unterscheiden sich durch ihr Wirkprinzip.

Um ein fertiges Produkt zu erhalten, ist ein weiterer Schritt notwendig: die Sortierung. Sie erfolgt mithilfe von Siebanlagen. Eine Siebanlage ist im Grunde ein Sieb oder eine Gruppe von Sieben, mit denen Steine nach Fraktionen, also nach Größen, getrennt werden. Die Anlage hat ihren Namen wegen des charakteristischen Geräuschs während des Betriebs erhalten.

Auch die Sortierung erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst werden große Steine von kleinen getrennt. Steine, die diese Stufe nicht passieren, werden erneut gebrochen. Anschließend wird das Brechsandmaterial vom Schotter getrennt. Brechsand beziehungsweise Absiebung besteht aus Körnern mit einem Durchmesser von etwa 0,1-5 mm. Sie sind so klein, dass sie an Sand erinnern. Der Preis dafür ist deutlich niedriger als für Schotter. Trotzdem hat Absiebung ein breites Einsatzgebiet. Sie wird für die Herstellung von Pflastersteinen, Keramik, im Straßenbau und als abstumpfendes Material gegen Glätte verwendet.

Je nach Eigenschaften des Produkts wird sein Einsatzbereich bestimmt. Zu diesen Eigenschaften gehören Radioaktivität, Kornform, Festigkeit, Frostbeständigkeit, Wasseraufnahme und der Anteil an Verunreinigungen. Sie werden mit Laborverfahren bestimmt, die in Normen festgelegt sind. Abhängig von den Ergebnissen wird Schotter in Klassen eingeteilt. Schotter der ersten Klasse wird für den Bau von Wohngebäuden verwendet, Schotter der zweiten Klasse für Nichtwohngebäude und Straßen. Produkte der dritten Klasse werden für den Straßenbau außerhalb von Siedlungsgebieten eingesetzt.