Anwendungsbereiche und Nutzung von Asche
Die Nutzung sekundärer Rohstoffe ist bei begrenzten Ressourcen ein wichtiger Bereich der modernen Industrie. Asche ist ein Produkt der Verbrennung und Verarbeitung, das in vielen Bereichen eingesetzt werden kann. Im Folgenden wird beschrieben, was Asche ist und wo sie verwendet wird.
Was ist Asche?
Asche ist ein mineralischer Rückstand, der nach vollständiger oder teilweiser Verbrennung verschiedener Stoffe entsteht, meist von Brennstoffen. Die wichtigsten Formen sind feine Asche, die in der Industrie häufig Flugasche genannt wird, und größere gesinterte Rückstände fester Brennstoffe. Die chemische Zusammensetzung hängt vom Ausgangsmaterial ab, daher können die Einsatzbereiche stark variieren.
Asche kann in unterschiedlichen Mengen Eisen-, Silicium-, Natrium-, Calcium-, Kaliumoxide und andere Verbindungen enthalten.
Aschegehalt als industrieller Kennwert
In der Industrie, besonders in der Energiewirtschaft, wird der Aschegehalt als Kennwert verwendet. Er zeigt, wie viel mineralischer Rückstand bei der Verbrennung eines Materials entsteht. Am häufigsten wird er für Ölschiefer und Steinkohle bestimmt. Zur Analyse werden Proben in einem Muffelofen auf eine bestimmte Temperatur erhitzt, danach wird die Aschemenge berechnet.
Dieser Kennwert beeinflusst direkt die Brennstoffqualität und den Preis. Hoher Aschegehalt senkt den Heizwert, erhöht die Abfallmenge, verschmutzt Anlagen und kann zu höheren Staubemissionen führen.
Anwendungsbereiche von Asche
Obwohl Asche ein Nebenprodukt ist, ist ihre Verwendung recht breit. Wichtige Bereiche sind:
- Bauwesen. Asche wird als Zusatz in Beton, Mörtel und Zementmaterialien verwendet. Bei richtiger Dosierung kann sie einzelne technologische Eigenschaften der Mischung verbessern und den Verbrauch natürlicher mineralischer Rohstoffe reduzieren. Außerdem wird Asche bei Baukeramik, hitzebeständigen Ziegeln und manchen Ascheziegeln eingesetzt.
- Bergbau. Asche kann wertvolle mineralische Komponenten enthalten, darunter seltene und disperse Elemente. In einzelnen Fällen werden Ascheabfälle als Rohstoff für deren Gewinnung betrachtet.
- Landwirtschaft. Holzasche und einige andere Aschearten werden als mineralische Bodenverbesserer verwendet. Die Zusammensetzung hängt vom Ausgangsbrennstoff ab, daher sollte Asche unter Berücksichtigung von Kultur, Boden-pH und Salzgehalt eingesetzt werden.
- Sanitärbereich. Asche kann bei bestimmten sanitären und reinigenden Arbeiten eingesetzt werden, bei denen ihre alkalischen Eigenschaften und die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, nützlich sind.
- Wasserreinigung. Unverbrannter kohlenstoffhaltiger Rückstand, der in manchen Aschearten vorkommt, besitzt Sorptionseigenschaften und kann in einzelnen Reinigungssystemen gegen organische Verunreinigungen genutzt werden.
Im Haushalt wurde Asche auch als alkalisches Mittel verwendet, unter anderem zum Waschen und Bleichen. Solche Methoden erfordern jedoch Vorsicht, da Asche Verunreinigungen enthalten kann.
Heute werden sekundäre Rohstoffe aktiv in Industrie und Bauwesen genutzt. Asche bleibt ein gefragtes Material, besonders dort, wo der Verbrauch natürlicher Rohstoffe gesenkt und Abfälle sinnvoll verwertet werden sollen.