Spezifisches Gewicht von Hochofenschlacke in 1 m3, Raumgewicht und Dichte
Schlacken sind künstliche silikatische Materialien, die bei metallurgischen Prozessen entstehen. Eine Schlackenschmelze kann Verbindungen von Silicium, Eisen, Calcium, Mangan, Schwefel und anderen Elementen enthalten. Nach dem Abkühlen kann die Schmelze zu einer dichten steinartigen Masse oder zu einem porösen Material werden, das Bims ähnelt. Die endgültige Struktur hängt von der Oxidzusammensetzung und der Abkühlgeschwindigkeit ab.
Optisch ähneln Schlacken natürlichen Gesteinen: Sie können grüne, gelbe, graue, rosafarbene, weiße, schwarze oder gemischte Farbtöne haben. Nach der Struktur kann dieser industrielle Rohstoff dicht oder porös, schwer oder leicht sein.
Die Dichte von Schlacken kann etwa von 800 bis 3200 kg/m³ variieren. Die wahre Dichte der Schlackensubstanz liegt nahe bei natürlichen Gesteinsmaterialien und häufig im Bereich von 2,5 - 3,6 g/cm³. Im metallurgischen Prozess muss Schlacke leichter als geschmolzenes Metall sein, damit sie an die Oberfläche des Schmelzbads steigt und sich vom Metall trennt.
| Art der Hochofenschlacke | Gewicht, t/m³ | Gewicht, kg/m³ | Dichte, g/cm³ |
| Schlackenschotter | 1,05 - 1,6 | 1050 - 1600 | 1,05 - 1,6 |
| Stückschlacke | 2,1 - 2,8 | 2100 - 2800 | 2,1 - 2,8 |
| Schlackenbeton | 2,0 - 2,4 | 2000 - 2400 | 2,0 - 2,4 |
Schlackenarten und Entstehungsprozess
Die Bauindustrie nutzt aktiv industrielle Rohstoffe metallurgischer Herkunft. Dieses Material wurde bereits hohen Temperaturen ausgesetzt, besitzt eine ausgebildete mineralische Struktur und kann als Zuschlagstoff oder Bestandteil von Baustoffen eingesetzt werden. Nebenprodukte metallurgischer Produktion werden häufig eingeteilt in:
- Abfälle der Eisenmetallurgie;
- Abfälle der Nichteisenmetallurgie;
- Stahlwerksschlacken.
Hochofenschlacke als Baustoffrohstoff
Eines der verbreitetsten industriellen Materialien ist Hochofenschlacke aus der Eisenmetallurgie. Sie entsteht bei der Roheisengewinnung im Hochofen und enthält Bestandteile von Gangart, Flussmitteln und Brennstoffasche. Menge und Eigenschaften der Schlacke hängen von Rohstoffzusammensetzung, Schwefelgehalt, Kalkmenge und dem technologischen Prozess ab.
Hochofenschlacke wird zur Herstellung von Schlackenschotter, granulierter Schlacke, Zementzusätzen, Schlackenbeton und anderen Baustoffen verwendet. Das Durchschnittsgewicht von Stückmaterial liegt häufig bei etwa 2500 kg/m³, kann aber je nach Zustand und Struktur zwischen 2100 und 2800 kg/m³ liegen.
Für praktische Berechnungen ist es bequem, fertige Werte für das Gewicht von 1 m³ Hochofenschlacke nach Zustand zu verwenden: Schlackenschotter, Stückschlacke oder Schlackenbeton. Diese Näherungswerte stehen in der Tabelle oben.
Häufige Fragen
Kann die Dichte von Hochofenschlacke für genaue Berechnungen verwendet werden?
Die Werte für Dichte und Gewicht von Hochofenschlacke in diesem Artikel sind Referenzwerte. Sie eignen sich für vorläufige Schätzungen, aber Planung, Bau, Produktion und andere verantwortliche Berechnungen sollten anhand von Normen, Materialdatenblättern oder Messergebnissen geprüft werden.
Warum kann das tatsächliche Gewicht von Hochofenschlacke von der Tabelle abweichen?
Das tatsächliche Gewicht von Hochofenschlacke hängt von Zusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Porosität, Korngröße, Materialqualität und Messbedingungen ab. Deshalb können reale Werte von den gemittelten Tabellendaten abweichen.
Wie berechnet man die Masse von Hochofenschlacke anhand der Dichte?
Für eine ungefähre Berechnung gilt die Formel: Masse = Dichte × Volumen. Wenn die Dichte von Hochofenschlacke in kg/m³ und das Volumen in m³ angegeben ist, ergibt sich das Ergebnis in Kilogramm.