Spezifisches Gewicht von Steinkohle und ihre Besonderheiten
Kohlelagerstätten entstehen im Erdinneren. Dies geschieht durch die Ansammlung pflanzlicher Reste, die der Zersetzung und dem Druck von Gesteinsschichten ausgesetzt sind. Die am besten geeignete Umgebung für die Lagerung dieses Rohstoffs ist ein sumpfiges Torfgebiet, das sich durch Verschiebungen tektonischer Platten gebildet hat. Steinkohle erfährt in ihrer Struktur erhebliche chemische Veränderungen: Sie reichert sich mit Kohlenstoff an und verliert Feuchtigkeit, Sauerstoff und flüchtige Bestandteile. Mineralische Beimengungen der Kohle werden durch kohlebildende Stoffe und mineralische Neubildungen dargestellt. Sie nehmen die Form feiner Dispersionen, kleiner Kristalle, dünner Zwischenschichten, Linsen und Konkretionen an. Infolge komplexer Prozesse entsteht ein fester, schwarzer, brennbarer Gesteinsstoff.
Steinkohle besitzt eine Reihe physikalischer Besonderheiten:
- fest;
- dicht;
- mechanisch widerstandsfähig;
- die Fähigkeit gelifizierter und lipoider Bestandteile, sich beim Erhitzen in eine plastische Masse zu verwandeln und ein poröses Koksmaterial zu bilden.
| Kohleart | Spezifisches Gewicht (g/cm³) |
| Humuskohle | 1,4 - 1,5 |
| Gulitolithische Braunkohle | 1,6 - 1,8 |
| Anthrazit | 1,25 - 1,27 |
Den oben angegebenen Daten zufolge beträgt das Gewicht von 1 m³ Steinkohle 1200 kg/m³ bis 1500 kg/m³. Steinkohle ist für die industrielle Nutzung geeignet, wenn der Aschegehalt nicht höher als 30% ist.
Das wichtigste Kriterium für diesen mineralischen Rohstoff ist der Heizwert. Steinkohle zeichnet sich durch eine hohe Wärmeabgabe aus: Die feuchte aschefreie Masse setzt etwa 23,8 MJ/kg oder 5700 kcal/kg frei. Die Zusammensetzung der Steinkohle hängt vom Entstehungsort der Lagerstätten ab und umfasst eine Reihe komplexer Bestandteile:
| Stoff | Kohlenstoff | Wasserstoff | Sauerstoff | Schwefel | Stickstoff | Flüchtige Bestandteile | Wasser | Asche |
| Massenanteil, % | 75 - 95 | 1,5 - 5,7 | 1,5 - 15 | 0,5 - 4 | >1,5 | 2 - 45 | 4 - 14 | 2 - 45 |
Der Gehalt der oben genannten Bestandteile variiert je nach Sorte der Steinkohle. Mineralische Beimengungen sind beim Verbrennungsprozess gefährlich, und einige Verbindungen besitzen schädliche krebserregende Eigenschaften.
Anwendungsbereich von Steinkohle
Steinkohle wird in vielen Produktionsbereichen breit eingesetzt:
- Elektroenergiewirtschaft;
- Schwerindustrie der Metallurgie (Koks);
- chemische Industrie;
- Herstellung von Konstruktionsmaterialien;
- Hydrierung (aromatische Produkte);
- Brennstoff- und Energiewirtschaft (synthetischer, gasförmiger und flüssiger Brennstoff);
- Herstellung von stickstoffangereicherten Düngemitteln;
- Herstellung von Wachs und Kunststoffen.
Berechnungen von Volumen und Masse der Steinkohle
Aufgrund der umfangreichen Nutzung dieses Rohstoffs besteht eine begründete Notwendigkeit, das volumetrische Gewicht von Steinkohle zu kennen. Das spezifische Gewicht von Steinkohle wird in zwei Typen unterteilt:
- spezifisches Gewicht von Steinkohle mit natürlichem Aschegehalt;
- spezifisches Gewicht der aschefreien Masse.
Für industrielle Zwecke ist diese Unterteilung bei der Berechnung des Bedarfs an Brennstoffkomponenten äußerst wichtig.
Das spezifische Gewicht von Steinkohle hat folgende Berechnungsformel:
Spezifisches Gewicht von Steinkohle = Gewicht der festen Partikel ⁄ Volumen der festen Partikel
Das spezifische Gewicht kann sich je nach Art des Kohlegesteins ändern. Die Berechnungen seiner Änderungen sind in der Tabelle angegeben.
Häufige Fragen
Kann die Dichte von Steinkohle für genaue Berechnungen verwendet werden?
Die Werte für Dichte und Gewicht von Steinkohle in diesem Artikel sind Referenzwerte. Sie eignen sich für vorläufige Schätzungen, aber Planung, Bau, Produktion und andere verantwortliche Berechnungen sollten anhand von Normen, Materialdatenblättern oder Messergebnissen geprüft werden.
Warum kann das tatsächliche Gewicht von Steinkohle von der Tabelle abweichen?
Das tatsächliche Gewicht von Steinkohle hängt von Zusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Porosität, Korngröße, Materialqualität und Messbedingungen ab. Deshalb können reale Werte von den gemittelten Tabellendaten abweichen.
Wie berechnet man die Masse von Steinkohle anhand der Dichte?
Für eine ungefähre Berechnung gilt die Formel: Masse = Dichte × Volumen. Wenn die Dichte von Steinkohle in kg/m³ und das Volumen in m³ angegeben ist, ergibt sich das Ergebnis in Kilogramm.