Spezifisches Gewicht von Gips in 1 m3. Gewicht von Gipsstein
| Materialart | Spezifisches Gewicht von 1 m³ Gips, kg/m³ |
| Gipsstein | 2200 - 2400 |
| Gips | 2320 |
In der Natur kommt Gips als weißes oder helles Gestein vor. Er entsteht auf Grundlage des gleichnamigen Minerals, das aus Calciumsulfat und Kristallwasser besteht. Da Wasser Teil der Kristallstruktur ist, wird natürlicher Gips als Calciumsulfat-Dihydrat bezeichnet. Neben gebundenem Wasser kann sich auf der Oberfläche und in den Poren freie Feuchtigkeit befinden, deren Menge sich je nach Lagerbedingungen und Umgebung ändert.
Neben den Hauptbestandteilen kann Gips Fremdbeimengungen enthalten: Quarz, Carbonate, Kalkstein, Dolomit, Schwefel, tonige und bituminöse Einschlüsse. Sie können das Ausgangsmaterial in unterschiedliche Farbtöne färben. Der Anteil solcher Beimengungen in natürlichem Gips kann je nach Lagerstätte deutlich variieren.
Gips besitzt eine weiche und recht zähe Struktur. Gewöhnlich unterscheidet man mehrere Varianten:
- Gips in Form großer Kristalle;
- feinfaseriger Gips, auch Selenit genannt;
- körniger Gips.
Eine der bekanntesten Arten von körnigem Gips ist Alabaster. Er wird zum Modellieren, für Ausbauarbeiten und zur Herstellung dekorativer Elemente verwendet. Das Material nimmt leicht die gewünschte Form an und härtet schnell aus, weshalb es für kleine Bau- und Innenraumprodukte praktisch ist.
Qualitätsmerkmale von Gips
Die Herstellung von Baugips umfasst das Erhitzen von Gipsstein. Beim Brennen verliert das Material teilweise Wasser, wird lockerer und lässt sich leichter mahlen. Anschließend wird das Pulver mit Wasser gemischt, sodass eine homogene plastische Masse entsteht, die schnell abbindet.
Die Verwendung von Gips im Bauwesen hat mehrere Vorteile:
- kurze Abbindezeit;
- Möglichkeit, dekorative Elemente in verschiedenen Farben zu gestalten;
- geringe Dichte und vergleichsweise leichtes Gewicht der Konstruktionen;
- geringe Empfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen;
- gute schalldämmende Eigenschaften;
- bei normaler Anwendung ungiftig;
- Fähigkeit, Wärme zu speichern.
Gips wird häufig im Bauwesen eingesetzt. Er kann Grundlage für Trennwände, Trockenputz, Platten und andere Produkte sein und außerdem als Hilfsbestandteil in Mischungen dienen.
Trotz seiner Vorteile hat Gips auch Nachteile:
- geringe Beständigkeit gegen dauerhafte Feuchtigkeit;
- vergleichsweise geringe mechanische Festigkeit;
- kurze Verarbeitungszeit des angerührten Mörtels.
Bei Arbeiten auf großen Flächen kann das schnelle Abbinden von Gips das Auftragen und Glätten erschweren.
Dichte und spezifisches Gewicht von Gips
Für die Herstellung von Gipsmaterialien wird Gipsstein mit bestimmter Korngrößenverteilung verwendet. Große Rohstücke werden in der Regel zusätzlich gebrochen und gemahlen, damit ein gut verarbeitbares Material entsteht.
Zur Berechnung von Chargengewicht, Transportlast und Verbrauch ist das volumetrische Gewicht von Gips wichtig. Für Referenzberechnungen kann man eine Gipsdichte von etwa 2320 kg/m³ ansetzen, für Gipsstein etwa 2200 - 2400 kg/m³. Der tatsächliche Wert hängt von Porosität, Feuchte, Beimengungen und Mahlgrad ab.
Häufige Fragen
Kann die Dichte von Gips für genaue Berechnungen verwendet werden?
Die Werte für Dichte und Gewicht von Gips in diesem Artikel sind Referenzwerte. Sie eignen sich für vorläufige Schätzungen, aber Planung, Bau, Produktion und andere verantwortliche Berechnungen sollten anhand von Normen, Materialdatenblättern oder Messergebnissen geprüft werden.
Warum kann das tatsächliche Gewicht von Gips von der Tabelle abweichen?
Das tatsächliche Gewicht von Gips hängt von Zusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Porosität, Korngröße, Materialqualität und Messbedingungen ab. Deshalb können reale Werte von den gemittelten Tabellendaten abweichen.
Wie berechnet man die Masse von Gips anhand der Dichte?
Für eine ungefähre Berechnung gilt die Formel: Masse = Dichte × Volumen. Wenn die Dichte von Gips in kg/m³ und das Volumen in m³ angegeben ist, ergibt sich das Ergebnis in Kilogramm.